Die Lüge vom Fachkräftemangel

  • Wem nützt diese Lüge?
  • Welche Missstände haben sich so zugespitzt, dass sie sich nicht mehr „aussitzen“ lassen?
  • Welche Versäumnisse von CDU/SPD/FDP und GRÜNEN sollen verschleiert werden?
  • Welche Lösungen müssen nun schnellstmöglich umgesetzt werden?

In Deutschland gibt es sieben sehr akute und drängende Problemfelder, die die Versäumnisse der deutschen Politik und das Versagen der etablierten Politiker (m/w/d) deutlich machen:

  • Fachkräftemangel
  • Wohnungsnot
  • Gesundheitsbereich
  • Bildungspolitik
  • illegale Einwanderung / Zuwanderung ohne Obergrenzen
  • Abhängigkeit von den USA und China
  • mangelnde Verteidigungsbereitschaft gegen Diktator Putin

Viele Versäumnisse der letzten Jahre, aber auch grundsätzliche Fehlentwicklungen tragen zu dem Problem bei, das fälschlicherweise als „Fachkräftemangel“ bezeichnet wird. Tatsächlich haben wir es mit mangelndem Veränderungswillen, mangelnder intelligenter staatlicher Steuerung, fehlender Gesamtstrategie und mangelnder Bereitschaft zum Umdenken zu tun.

Die Corona-Pandemie hat vieles verändert. Für viele Beschäftigte in den am stärksten betroffenen Branchen war sie der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, der schlechten Bezahlung sowie die Einschränkungen oder zusätzlichen Belastungen während der Pandemie waren nicht mehr zu ertragen. Während der Pandemie waren Berufstätige, die auf eine verlässliche Betreuung ihrer Kinder angewiesen sind, durch die viel zu lange Schließung von Schulen, Kitas und anderen Betreuungseinrichtungen plötzlich vor die Wahl zwischen Beruf und Familie gestellt. Einige haben sich für ihre Familie entschieden und ihren Beruf aufgegeben. Sie sind in Bereiche gewechselt, die eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen, insbesondere durch die Möglichkeit, teilweise von zu Hause aus zu arbeiten. In Berufe, die zudem besser bezahlt sind und deren Arbeitsbedingungen nicht von überholten Traditionen und Denkmustern geprägt sind.

Die Fachkräfte sind größtenteils nicht verschwunden, sondern haben entweder die Branche gewechselt oder sich aus dem Berufsleben zurückgezogen. Gründe dafür gibt es genug. Wie so oft trägt die Politik die Hauptschuld.

Den Spitzenpolitikern fehlt eine Strategie und eine Vision für ein besseres Deutschland. Meist wollen sie einfach nur den Status quo erhalten bzw. „Urzustände“ wiederherstellen, die sie selbst als natürlich und angemessen beurteilen. Sie orientieren sich teilweise am US-amerikanischen System, das bei näherer Betrachtung kurz vor dem Kollaps steht, und lassen sich von Lobbyisten steuern. Der Staat muss Ziele vorgeben und den Rahmen bestimmen, wie und bis wann diese erreicht werden sollen. Er muss kontrollieren, ob sich alle Akteure regelkonform verhalten.

Angela Merkel und Helmut Kohl haben vorgemacht, wie man mit dem Prinzip, die Hände in den Schoß zu legen und nichts zu ändern, sehr lange an der Macht bleibt, aber keine Probleme löst. Auch Olaf Scholz schien nicht gewillt zu sein, den Status quo zu verändern. Es sah so aus, als wollte er aus persönlichem Machtstreben Merkel 2.0 werden.

Unter Angela Merkel kamen notwendige Korrekturen und Veränderungen entweder zu spät, waren zu halbherzig oder blieben ganz aus. Nein, man kann nicht alles dem Markt überlassen. Der Staat muss rechtzeitig eingreifen, wenn Unterschiede bei der Bezahlung, den Arbeitsbedingungen, den Abhängigkeiten oder dem Wohlstandsgefälle zu groß werden.

Die Marktmacht einiger Banken, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und US-Unternehmen ist inzwischen zu groß und schadet den Bürgerinnen und Bürgern Europas. Aus reinem Profitstreben und Machterhalt verhindern sie dringend notwendige Veränderungen.

Die wichtigsten Punkte vorweg:

  • Schlechte Arbeitsbedingungen in vielen Bereichen, insbesondere aber in den besonders betroffenen Branchen Pflege, Handwerk, Bauwirtschaft, Gastronomie, ... führen entweder zum Berufswechsel oder sogar zur Abwanderung ins Sozialsystem oder ins Privatleben.
  • Schlechte Bezahlung in Verbindung mit schlechten Arbeitsbedingungen führen seit vielen Jahren zu einer zunächst schleichenden und dann immer stärker werdenden Abwanderung in andere Branchen.
  • Ungerechte und durch nichts zu begründende Gehaltsunterschiede (und Arbeitsbedingungen) werden inzwischen nicht mehr von allen toleriert und führen nicht nur zu einer Abwanderung aus kritischen Berufen, sondern immer mehr Beschäftigte sogar ganz raus aus dem Berufsleben. Entweder man lebt von Sozialleistungen, angesparten Finanzrücklagen oder durch die Unterstützung des Ehepartners (Ehegattensplitting!)
  • Das unzureichende oder zu teure Angebot an Einrichtungen für die Kinderbetreuung zwingt viele Eltern dazu, ihre Erwerbstätigkeit ganz aufzugeben oder in Teilzeit zu arbeiten. Inzwischen besteht der Wunsch nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht mehr nur bei akademischen Fachkräften, sondern bei allen Berufsgruppen, einschließlich Handwerkern und Pflegekräften. Die Kinderbetreuung spielt dabei eine zentrale Rolle und wurde bisher sträflich vernachlässigt.
  • Unser Bildungssystem (inklusive der dualen Ausbildung), das von vielen Politikern zu Unrecht gelobt wird, produziert durch falsche Schwerpunkte und Themen, überzogenes Leistungsdenken, unnötigen Leistungstests und überflüssiger Beurteilungen/Noten mehr Verlierer als Gewinner. Kritisch zu bewertende Schulnoten beeinflussen ungerechtfertigt die späteren beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten.
  • Führungskräfte versagen immer häufiger, weil es ihnen an der notwendigen Begabung zur Personalführung fehlt. Mitarbeiter sind immer weniger bereit, Fehlverhalten oder Inkompetenz ihrer Vorgesetzten zu tolerieren. Mitarbeiter verzweifeln an völlig realitätsfernen Entscheidungen und Vorgaben. Unverhältnismäßige Bevormundung und Gängelung werden zur Qual, wenn man zudem fachliche Defizite bei den Vorgesetzten erkennt.
  • Falsche Verteilung der knappen Ressource Personal (zu viele Beschäftigte in der öffentlichen Verwaltung, im Rechtswesen, im Banken- und Versicherungssektor, …).
  • Wir exportieren mehr, als wir müssten, benötigen dafür aber Fachkräfte und Rohstoffe, die wir nicht haben. Wir sind in einem Denkmuster verhaftet, welches nicht mehr tragbar ist. Wir binden zu viele Ressourcen, insbesondere Personal, fossile Energieträger, Rohstoffe, ..., um Exportüberschüsse zu erzielen, die wir in diesem Umfang nicht brauchen und die uns und anderen eher schaden.
  • Wir brauchen eine Föderalismusreform! Nur so viel Föderalismus, wie es unbedingt notwendig ist, zum Wohle der Bürger. Der Föderalismus in seiner jetzigen Form schadet Deutschland. Er verursacht mehr Bürokratie, mehr Kosten und erfordert mehr Personal, als dringend notwendig wäre. Der derzeitige Föderalismus schafft ein ineffizientes Bürokratiemonster, weil in 16 Bundesländern jeweils in 16 Fachministerien pro Ressort jeweils unterschiedliche Vorschriften erdacht werden und Ziele verfolgt werden. Zusätzlich könnte das dort zum Einsatz kommende Personal an anderer Stelle sinnvoller verwendet werden.
  • Der Staat muss stärker regulieren und strategische Ziele vorgeben.
  • Unser Rechts- und Sozialsystem ist weit über das Notwendige hinausgeschossen. Beide Systeme verschlingen nicht nur erhebliche finanzielle, sondern auch personelle Ressourcen. Wir müssen grundsätzlich alles hinterfragen, Prozesse verschlanken und überzogenes Anspruchsdenken zurück stutzen. Unser nicht mehr bezahlbares Sozialsystem erlaubt es zu vielen erwerbsfähigen, aber arbeitslos gemeldeten Menschen, in Verbindung mit Schwarzarbeit, einen ähnlichen sozialen Standard wie Vollzeitbeschäftigte zu haben.
  • Sozialsystem vereinfachen / nur eine zuständige Behörde und ein Antrag statt viele
  • Unser Gesundheitssystem ist nach den USA das zweitteuerste der Welt, aber die Ergebnisse liegen beispielsweise hinter anderen europäischen Ländern zurück, die weit weniger Geld dafür ausgeben. Die Sozialabgaben erhöhen die deutschen Arbeitskosten unverhältnismäßig stark.
  • Wir haben die Gesundheitsvorsorge sträflich vernachlässigt. Vorsorgen ist besser als heilen. Jetzt benötigen wir mehr Pflegekräfte und medizinisches Fachpersonal, als dies zwingend erforderlich wäre.
  • Die illegale Zuwanderung bringt uns nicht die angeblich dringend benötigen Fachkräfte, sondern schafft sogar einen zusätzlichen Personalbedarf im Bauwesen (zusätzlicher Wohnungsbedarf), im Schulwesen (zusätzliche Lehrkräfte), in der öffentlichen Verwaltung (Ausländerbehörden, Sozialbehörden, Arbeitsagenturen, ….), Gesundheitswesen (mehr Haus- und Fachärzte), usw. Die illegale Zuwanderung hat dazu geführt, dass erhebliche Steuer- und Personalmittel für die Betreuung, Versorgung und Verwaltung der meist nicht deutschsprachigen und gering qualifizierten Ausländer aufgewendet werden müssen, die an anderer Stelle fehlen.
  • Zu viel Vielfalt schadet unserem Land. Wir verzetteln uns! Multikulti (nicht europäische Zuwanderung) verursacht enorme zusätzliche Kosten und ist ein Bremsklotz für unsere Gesellschaft (Dolmetscher, Sozialarbeiter, DAZ-Kurse)
  • Der Kündigungsschutz, das Streikrecht und die betriebliche Mitbestimmung in ihrer heutigen Form sind dringend reformbedürftig. Kosten und Nutzen stehen schon seit langem in keinem vertretbaren Verhältnis mehr zueinander.
  • Ehegattensplitting und Minijobs sind ungerecht und der sicherste Weg in die Altersarmut
  • Nachhaltigkeit und Reparaturmöglichkeit von Produkten reduziert den Personal-, Rohstoff- und Engergieaufwand
  • Entschleunigung / personalintensive 24 Stunden-Lieferungen begrenzen
  • Reduzierung der ausufernden Vielfalt der Warenauswahl, beispielsweise ist Flüssigwaschmittel schlechter und umweltbelastender als Pulver und daher verzichtbar
  • Hilfskräfte etablieren, die Fachkräfte sinnvoll entlasten

Überblick

  • Schlechte Arbeitsbedingungen
  • Schlechte Bezahlung
  • Ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede
  • Zuwenig oder zu teure Kinderbetreuung
  • Bildungssystem / Schulnoten
  • Führungskräfte
  • Falsche Verteilung Personalressource (Justiz, Verwaltung, Banken, …)
  • Exportüberschüsse
  • Föderalismus
  • Staat muss strategische Ziele entwickeln und stärker regulieren
  • Rechts- und Sozialsystem – Ansprüche, Personalaufwand
  • Sozialsystem vereinfachen – Verwaltungsreform / eine Behörde statt viele
  • Gesundheitssystem und Gesundheitsvorsorge
  • Zuwanderung und Multikulti (Dolmetscher, Sozialarbeiter, DAZ-Kurse)
  • Streiks, Kündigungsschutz, Mitbestimmung
  • Ehegattensplitting und Minijobs
  • Nachhaltigkeit / Reparaturmöglichkeit
  • Entschleunigung / 24 Stunden-Lieferung
  • Reduzierung der Warenauswahl
  • Hilfskräfte etablieren

1.     Schlechte Arbeitsbedingungen

Schlechte Arbeitsbedingungen in Gastronomie, medizinischen Berufen, Bauberufen usw. haben zu erheblichen Abwanderungen in andere Bereiche geführt. Sie haben auch arbeitsfähige Menschen dazu veranlasst, nicht mehr zu arbeiten, sondern stattdessen Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen oder ihren Lebensstandard einzuschränken.

Auch in anderen Bereichen brodelt es gewaltig. Vielen erscheint der Lehrerberuf, Polizeidienst, usw. auch aufgrund der Überstundenbelastung und zunehmenden Gewalt nicht mehr so attraktiv wie noch vor wenigen Jahren.

Warum müssen Handwerker oft schon zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr im Betrieb sein? Eine Studie hat ergeben, dass nur eine Minderheit der deutschen Bevölkerung zu den begeisterten Frühaufstehern gehört. Wird hier ohne Not an alten Traditionen festgehalten? Viele im Handwerk tätige Beschäftigte würden beispielsweise gerne ihre Kinder morgens in die Kita bringen. Wie sollen sie das mit dem frühen Arbeitsbeginn vereinbaren?

Wir müssen viele alte Zöpfe abschneiden! Insbesondere das Handwerk muss umdenken. Work-Life-Balance darf nicht nur etwas für Angestellte, Selbstständige und Superreiche sein, sondern auch Handwerker sollen die Möglichkeit haben, ihre Kinder morgens in die Kita oder Schule zu bringen.

Wir müssen uns genauer anschauen, wer wirklich welche Qualifikation und welche Schulnoten benötigt. Ist ein Berufsschulabschluss wirklich notwendig, um gute Arbeit abliefern zu können. Können wir vielleicht durch eine bessere Arbeitsaufteilung auch weniger qualifizierten Menschen die Möglichkeit geben, am Berufsleben teilzuhaben und gleichzeitig werden durch diese „Hilfsarbeiter“ viele sehr qualifizierte Beschäftigte von vielen Aufgaben befreit und können sich auf das konzentrieren, was sie am besten können.

2.     Schlechte Bezahlung

Die teilweise erheblichen Gehaltsunterschiede zwischen den Branchen sind historisch entstanden, aber nicht mehr zeitgemäß. Von welchen Faktoren sollte die Höhe der Bezahlung für geleistete Arbeit abhängen? Das ist ein schwieriges Thema, bei dem man nicht sofort ein optimales Ergebnis erzielen wird. Wir müssen jedoch versuchen, das Problem schrittweise zu lösen. Das wird dazu führen, dass einige Waren und Dienstleistungen teurer werden. Dies ist jedoch hinnehmbar, wenn andere Kosten sinken und die Gehälter steigen. Langfristig sollten sich die Lebenshaltungskosten und die Einkommen der Gesamtbevölkerung im Durchschnitt nicht wesentlich verändern. Der Wohlstand sollte erhalten bleiben und sich nur fairer verteilen. Spitzengehälter werden reduziert und Niedriglöhne angehoben. Das Leistungsprinzip muss aber erhalten bleiben.

3.     Ungerechtfertigte Gehaltsunterschiede

Erhebliche Unterschiede bei den Löhnen und Gehältern, die sich nicht mehr begründen lassen, haben zu einer enormen Unzufriedenheit geführt. Einige Bürger fühlen sich regelrecht ausgebeutet, weil die Einkommens- und Vermögensunterschiede teilweise so groß sind, dass sie sich nicht mehr durch herausragendes Talent oder Arbeitseinsatz erklären lassen.

4.     Zuwenig oder zu teure Kinderbetreuung

Wir brauchen eine bessere und bezahlbare Kinderbetreuung, damit Eltern bzw. Sorgeberechtigte ihrer Berufstätigkeit nachgehen können – auch, wenn die Kinder einmal krank sind.

5.     Bildungssystem / Schulnoten

Unser Bildungssystem leidet unter der Politisierung von Lerninhalten. Warum sonst haben 16 Bundesländer jeweils eigene Lehrpläne? Unsere Landesregierungen sollten zwar überparteilich handeln, tun sie aber nicht. Das Parteibuch bestimmt stets ihr Handeln. Am liebsten würden sie den Schülern auch beibringen, was sie zu denken und später zu wählen haben. Trotz anderslautender Stellungnahmen der Bildungsbehörden sind die Lehrkräfte mittlerweile mit dem hohen Ausländeranteil völlig überfordert. Es ist schon schwer genug, Kindern beizubringen, lesen, rechnen und schreiben zu können sowie sicher und verständlich zu kommunizieren. Jetzt sollen ausländischen Kindern zusätzlich auch noch unsere Sprache, unsere Kultur und die Funktionsweise unserer Gesellschaft vermittelt werden.

"Dass der Lehrerberuf an Attraktivität verloren hat, hat viele Gründe. Dazu gehören die Überforderung durch nicht deutsch sprechende Schulkinder, gesellschaftliche Spannungen und eine zunehmende Gewaltbereitschaft an Schulen. Es werden immer neue Ausreden gefunden, um zu erklären oder davon abzulenken, dass Schüler nach acht Jahren Schulbesuch nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen können. Wie viele Lehrkräfte würden wir tatsächlich benötigen, wenn diese nicht verbeamtet wären, sich nicht problemlos monatelang oder sogar Jahre krankschreiben lassen könnten und keine Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen und kulturellen Eigenarten unterrichtet werden müssten, die nicht mit unseren kompatibel sind?"

6.     Führungskräfte

Vorgesetzte mit einer realitätsfernen akademischen Ausbildung sollen immer öfter Bereiche leiten, in denen sie nie selbst tätig waren. Es fehlen Menschen, die sich von unten nach oben hochgearbeitet haben, Arbeitsabläufe selbst kennengelernt haben und somit die tatsächlich notwendige Qualifizierung und den Zeitaufwand für einzelne Arbeitsschritte realistisch einschätzen können.

Das Versagen von Führungskräften aufgrund mangelnder Ausbildung, Befähigung und Qualifikation führt zu Abwanderungen aus dem Berufsleben.

7.     Falsche Verteilung Personalressource (Justiz, Verwaltung, Banken, …)

Die Digitalisierung und Reformierung der öffentlichen Verwaltung – und damit ihre extreme Verkleinerung – schreitet zu langsam voran, weil Besitzstandswahrung und Beamtentum Deutschland ausbremsen.

Überzogene Datenschutzforderungen bremsen uns zusätzlich aus. Obwohl US-amerikanische multinationale Konzerne bereits eine Unmenge an Daten über uns sammeln, misstrauen wir dem Staat, wenn dieser ebenfalls Daten über uns speichert. Das ist absurd. Konsequente Transparenz in allen Bereichen ist der Schlüssel, um Bürger vor Big Brother zu schützen.

8.     Exportüberschüsse

Die Exportüberschüsse haben Deutschland nicht wirklich reicher gemacht. Damit war nämlich immer auch die Forderung anderer Länder verbunden, dass Deutschland sich als wichtigster Geldgeber an sinnlosen Projekten im Ausland beteiligen sollte. Wir haben mehr gearbeitet, mehr Geld verdient und es dann größtenteils an andere Länder verteilt. Wir haben Waren auf Kredit verkauft und mussten anschließend mehr als einmal Schulden erlassen. Wir produzieren mehr, als wir für unseren Wohlstand benötigen, und nun fehlt uns das Personal dafür.

Für die Herstellung von Exportgütern benötigen wir oft Rohstoffe, die nicht in unserem Land vorhanden sind und extra importiert werden müssen. Je mehr wir exportieren wollen, desto mehr müssen wir importieren. Ob dieses Vorgehen stets wirtschaftlich sinnvoll ist, muss kritisch hinterfragt werden.

Brauchen wir wirklich Exportüberschüsse, für die uns jetzt die Fachkräfte, die Rohstoffe und die Energie fehlen? Nein, wir brauchen nur so viele Exporte, dass wir damit unsere Importe und unsere Urlaubsreisen ins Ausland bezahlen können. Wir arbeiten und produzieren zu viel! Mehr Qualität statt Quantität!

Je mehr wir exportieren, desto mehr Arbeitsplätze vernichten wir in den Ländern, in die wir unsere Waren exportieren. Jedes Land sollte die Waren und Dienstleistungen, die es benötigt, selbst produzieren.

9.     Föderalismus

Der Föderalismus ist keine Stärke Deutschlands, sondern wird immer mehr zu seiner großen Schwäche – insbesondere, da wir uns die vielen kosten- und personalintensiven Doppelstrukturen nicht mehr leisten können. Unsere Abgabenlast ist nicht nur wegen der ausufernden Sozialleistungen und Gesundheitskosten im internationalen Vergleich zu hoch, sondern auch, weil 16 Bundesländer und der Bund jeweils einen Verwaltungsapparat unterhalten. Dieser bearbeitet dieselben Themen (Bildung, Wirtschaft, Verkehr usw.), ist aber aus einem völlig unverständlichen Grund der Meinung, dass jedes Bundesland eigene (landesspezifische) Lösungen umsetzen müsste.

10. Staat muss strategische Ziele entwickeln und stärker regulieren

Wir müssen anfangen, politisch und auch verwaltungstechnisch ganzheitlich zu denken, statt nur ressortbezogen oder in Kategorien von Bund, Ländern und Kommunen.

Das Beispiel der Postzustellung zeigt, dass wir viel zu lange an amtlichen Mitteilungen in Papierform festgehalten haben. Insbesondere Behörden und Gerichte haben immer noch die unsinnige Auflage, dass viele Dokumente zwingend in Papierform zugestellt werden müssen. Warum? Die Digitalisierung in Verbindung mit einer elektronischen Zustellung würde nicht nur erhebliche Personaleinsparungen im Postzustelldienst, sondern auch bei Gerichten und in der öffentlichen Verwaltung ermöglichen. Wir müssen sichere Systeme entwickeln, die auch die Zustellung sensibler Dokumente per E-Mail erlauben. Wir benötigen elektronische Dokumente, die sich extrem schwer manipulieren lassen. Gesetzliche Regelungen, die die Zustellung von Gerichtsbescheiden, Vorladungen, Steuerbescheiden usw. in Papierform vorschreiben, müssen dringend geändert werden.

11. Rechts- und Sozialsystem – Ansprüche, Personalaufwand

Unser Sozialsystem ermöglicht es vielen Menschen, sich dem Arbeitsmarkt dauerhaft fast vollständig zu entziehen, obwohl sie erwerbsfähig wären. Durch Minijobs (die dringend abgeschafft werden müssen) und Schwarzarbeit erreichen viele zusammen mit den Sozialleistungen einen ähnlichen Wohlstand wie Vollerwerbstätige – und das mit weit weniger Aufwand und Stress.

Die falschen Anreize durch Sozialleistungen zwingen niemanden dazu, zu arbeiten.

Die falsche Verteilung wichtiger Ressourcen (Personal und Finanzmittel) zeigt sich besonders deutlich in unserem Rechtssystem und unserer Justiz. Wieso gibt es so viele Gerichtsprozesse und Rechtsstreitigkeiten? Brauchen wir tatsächlich so viele Rechtsanwälte? Können wir uns so viele Gerichtsverfahren überhaupt noch leisten? Was sind die eigentlichen Ursachen? Wenn Straftäter nicht bereits bei ihrem ersten Vergehen zur Verantwortung gezogen werden, begehen sie weiterhin eine Straftat nach der anderen. Wie viele Personen, Firmen und Organisationen sind inzwischen Dauergäste vor unseren Gerichten?

12. Sozialsystem vereinfachen – Verwaltungsreform / eine Behörde statt viele

Warum wird die Verwaltung nicht schneller digitalisiert? Warum beschränkt sich der Staat nicht auf seine Kernaufgaben? Warum werden die zahlreichen Sozialleistungen nicht zusammengeführt?

Wir müssen unsere Sozialhilfesysteme radikal vereinfachen und zusammenlegen. Es ist unsinnig, dass man in der einen Behörde die eine Sozialleistung und in einer anderen Behörde eine andere Sozialleistung beantragt. Letztendlich sind Wohngeld, Bürgergeld, Arbeitslosengeld und alle anderen staatlichen Leistungen Sozialleistungen, die man auf intelligente Weise an einer einzigen Stelle bündeln könnte. Die Zusammenlegung spart nicht nur Verwaltungspersonal, sondern ist auch eine enorme Vereinfachung und Erleichterung für die Bürger. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten des Sozialmissbrauchs begrenzt.

13. Gesundheitssystem und Gesundheitsvorsorge

Wir müssen die Pflegeberufe attraktiver und teilweise auch einfacher gestalten. Außerdem müssen wir das Übel an der Wurzel packen, das heißt, wir müssen unsere Gesundheitsvorsorge so verbessern, dass sich die Anzahl der Pflegefälle auf natürliche Weise stark reduziert. Mehr Bewegung im Alltag, eine gesunde Ernährung und Gewichtsreduzierung, Suchtprävention (Alkohol, Tabak usw.) und Vorbeugung statt Heilung sind der Schlüssel!

Eine unzureichende Gesundheitsvorsorge führt nicht nur zu explodierenden Kosten (Arbeitsausfälle, Krankenhausaufenthalte usw.), sondern auch zu einem höheren Bedarf an medizinischem Personal.

Die hohen Gesundheitskosten verteuern zudem die Arbeitskosten, da die Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben tragen.

Mehr Bewegung im Alltag – beispielsweise mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen statt mit dem Auto –, eine gesündere Ernährung mit weniger Zucker und Salz sowie das selber Kochen könnten viele Erkrankungen verhindern oder deren Verlauf verzögern. In vielen Fällen kann dadurch auch die Dosis der Medikamente reduziert werden, wodurch sich nicht nur die Kosten, sondern auch die Stärke der Nebenwirkungen verringern. Eine verbesserte Zahnhygiene senkt nicht nur die Gesundheitsausgaben, sondern reduziert auch den Bedarf an zahnmedizinischem Personal.

14. Zuwanderung und Multikulti (Dolmetscher, Sozialarbeiter, DAZ-Kurse)

Die illegale Zuwanderung hat in sehr vielen Bereichen zu einem höheren Personalbedarf geführt, statt für eine Entlastung auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Zugewanderten über keine oder nur sehr geringe Deutschkenntnisse verfügen und aufgrund des Familiennachzugs schulpflichtige Kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige zusätzliches Personal binden. Das wird sich auch zukünftig nicht ändern. Deshalb brauchen wir ein grundsätzliches Umdenken in der Asyl- und Zuwanderungspolitik. Die aktuellen Gesetze sind nicht für Situationen geschaffen worden, in denen Massenzuwanderung zusätzlich noch von ausländischen Diktaturen instrumentalisiert und gefördert wird, um unser demokratisches System zu schwächen.

In Deutschland kommen statistisch gesehen 1 264 Einwohnerinnen und Einwohner auf einen Hausarzt. Für eine Million syrische Flüchtlinge werden demnach rund 790 Hausärzte benötigt. Hinzu kommen Fachärzte aller Fachrichtungen und Krankenhauskapazitäten. Wenn davon gesprochen wird, dass man in Deutschland nicht auf syrische Ärztinnen und Ärzte verzichten könne, dann wird die Situation ziemlich einseitig betrachtet.

Die Zuwanderung hat dazu geführt, dass in fast allen Bereichen erhebliche zusätzliche Personalressourcen benötigt werden (öffentliche Verwaltung, Bildungswesen, Justiz, Pflegeberufe, Polizei, Bauwesen, …).

15. Streiks, Kündigungsschutz, Mitbestimmung

Der unsinnige Anspruch auf Besitzstandswahrung, Gewohnheitsrechte und einen nicht mehr zeitgemäßen Kündigungsschutz behindert und bremst den dringend notwendigen Umbau unserer Wirtschaft.

16. Ehegattensplitting

Das Ehegattensplitting erlaubt es vielen Frauen, keiner bezahlten Beschäftigung nachzugehen. Der Wirtschaft geht dadurch wertvolles Personal verloren. Ursprünglich sollte das Ehegattensplitting Familiengründungen erleichtern und die finanzielle Belastung durch Kinder abfedern. Davon profitieren jedoch auch Ehepaare, die keine Kinder haben oder deren Kinder bereits seit vielen Jahren volljährig und berufstätig sind. Anstelle des Ehegattensplittings sollte die direkte Unterstützung des Staates für Kinder ausgebaut werden, bevorzugt in Form von Sachleistungen.

Ehen werden manchmal geschieden. Väter oder Mütter verlassen ihre Familien und zahlen keinen Unterhalt. Wir müssen uns veränderten Realitäten stellen. Jeder Bürger, der das 21. Lebensjahr überschritten hat und arbeitsfähig ist, muss allein für sich sorgen. Der Staat kann vorübergehend Unterstützung leisten, zukünftig jedoch stärker in Form von rückzahlbaren Sozialdarlehen. Frauen und Kinder müssen außerdem separat kranken- und rentenversichert sein.

Das Ehegattensplitting ist ein Relikt aus einer Zeit, in der traditionelle Rollenbilder vorherrschten, und sollte daher abgeschafft werden. Familienförderung sollte sich ausschließlich am Vorhandensein von minderjährigen Kindern und pflegebedürftigen Familienangehörigen orientieren.

17. Nachhaltigkeit / Reparaturmöglichkeit

Bei der Herstellung und Erzeugung müssen wir uns auf Qualität statt auf Masse konzentrieren. Da wir nicht alles dem Markt überlassen können, sind hier verbindliche staatliche Vorgaben erforderlich.

Wir müssen uns bei der Produktion und dem Vertrieb von Waren und Gütern stärker auf qualitativ hochwertige Produkte mit langer Nutzungsdauer spezialisieren. Wir produzieren weniger, aber dafür besser und hochwertiger. Wir benötigen dafür insgesamt weniger Personal, Energie und Rohstoffe, erzielen aber einen höheren Nutzen. Unser Wohlstand verändert sich dadurch nicht, er wird allerdings stabiler und weniger anfällig für Einflüsse von außen.

Nachhaltigkeit und die Vorgabe, dass alle technischen Geräte repariert werden können, sparen nicht nur Rohstoffe, sondern schaffen auch kreative, befriedigende und sinnstiftende neue Beschäftigungen und Arbeitsplätze.

18. Entschleunigung

In einigen Bereichen ist es äußerst wichtig, Ersatzteile möglichst schnell zu erhalten, insbesondere wenn die Heizung oder die Stromversorgung ausfällt oder wichtige Maschinen und Geräte in der Produktion, in Krankenhäusern und Arztpraxen betroffen sind. Alles andere, was diese Schnelligkeit nicht erfordert, kann auch erst wesentlich später zugestellt werden. Wir müssen uns von Expresslieferungen verabschieden! „Heute bestellt, morgen geliefert“ ist ein unnötiger Luxus, der viel Personal erfordert. Eine Entschleunigung im Dienstleistungs- und Logistikbereich könnte Personaleinsparungen ermöglichen. Insbesondere die Essenslieferdienste müssen kritisch hinterfragt werden. Wenn alte, kranke oder behinderte Menschen Essen ins Haus geliefert bekommen, ist das eine gute Sache. Warum können alle anderen nicht wie früher ganz normal im Restaurant oder Imbiss ihre Mahlzeit genießen? Der durch den Lieferdienst zusätzlich anfallende Verpackungsmüll muss durch die Verpflichtung zur Verwendung von Mehrwegverpackungen mit Pfand drastisch reduziert werden..

19. Reduzierung der Warenauswahl

Wir müssen unsere knappe Ressource Personal sinnvoll und effektiv einsetzen. Warum beschäftigen wir so viele Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Immobilienmakler, Investmentbanker und Verwaltungsangestellte? Wir müssen viele Dinge stark vereinfachen, auch wenn dies dem typisch deutschen Wunsch nach Einzelfalllösungen und absoluter Gerechtigkeit entgegensteht.

In vielen Berufen kann die Zahl der Beschäftigten drastisch reduziert werden, wenn wir dafür nur geringe Nachteile in Kauf nehmen und dies staatlich gesteuert wird. Wir benötigen beispielsweise erheblich weniger Rechtsanwälte, wenn wir unser Justizsystem reformieren, es extrem vereinfachen und modernisieren sowie digitalisieren. Wenn wir unsere Steuergesetze vereinfachen, benötigen wir weniger Steuerberater. Auch von Wirtschaftsprüfern, Immobilienmaklern, Investmentbankern und Verwaltungsangestellten gibt es zu viele.

Viele Rechtsstreitigkeiten sind völlig unnötig und kosten uns als Gesellschaft inzwischen zu viele Ressourcen.

Wir müssen uns auf das Wesentliche in unserer Gesellschaft und in der Wirtschaft konzentrieren. Die vorhandenen deutschen Arbeitskräfte reichen völlig aus, wenn wir unsere Ressourcen sinnvoll einsetzen.

20. Hilfskräfte etablieren

Wir haben unsere Arbeitswelt „überakademisiert“ und verkompliziert. Nun stellen wir fest, dass über zwei Millionen Menschen aus dem Arbeitsleben verdrängt wurden und angeblich aufgrund mangelnder Qualifizierung nicht beschäftigt werden können. Liegt das nur an den Langzeitarbeitslosen oder auch an unserem System mit Maximalanforderungen an Mitarbeiter? Warum schaffen wir nicht mehr Stellen, in denen gering qualifizierte Mitarbeiter einfache, aber dringend notwendige Arbeiten erledigen können? Warum werden solche „Hilfsarbeiter“ so wenig wertgeschätzt?

Wir müssen Hilfskräfte als akzeptierte und geachtete Beschäftigungsform etablieren. Gering qualifizierte Beschäftigte unterstützen und entlasten spezialisierte Fachkräfte (wie das medizinisch-technische Personal in Arztpraxen, das die Ärzte von einfachen Routineaufgaben entlastet). Teilweise führen wir damit eine Arbeitsteilung wieder ein, die in einigen Bereichen bewusst abgeschafft wurde. Eine gute Organisation der Arbeitsteilung ist entscheidend, damit Zuständigkeiten klar geregelt sind. Das neu zu definierende, diskriminierungsfreie Berufsbild des Hilfsarbeiters darf keine Herabwürdigung oder einen geringeren sozialen Status für die Mitarbeitenden zur Folge haben. Jede Tätigkeit ist wichtig und verdient Respekt! Eine angemessene und faire Entlohnung muss sichergestellt werden.

Wir müssen alle dabei unterstützen, die sich weiterbilden und eine sinnvolle Berufsqualifizierung erwerben wollen. Druck wird hier nicht zu langfristigen Erfolgen führen. Gleichzeitig müssen wir akzeptieren, dass wir nicht aus jedem Langzeitarbeitslosen einen Softwareentwickler oder Ingenieur machen können, und unsere Arbeitswelt entsprechend anpassen.

Folgende Fragen wären zu klären:

  • Haben wir wirklich einen Fachkräftemangel oder sind unsere Ressourcen nur falsch verteilt?
  • Ist es wirklich sinnvoll, das Problem durch verstärkte Zuwanderung zu lösen oder wird es dadurch noch größer?
  • Wo sind die Fachkräfte geblieben?
  • Warum kann die Lücke nicht schnell geschlossen werden?
  • Woran liegt es, dass einige Branchen Probleme haben, Fachkräfte zu finden? Weil Deutschland grundsätzlich zu wenige Arbeitskräfte hat, oder am allgemeinen Festhalten an bekannten, aber längst überholten Strukturen, Gehaltsunterschieden, Traditionen, Regeln und Ritualen?
  • Welche Rolle spielen dabei unser Bildungs- und Sozialsystem, insbesondere die Überbewertung von Schulnoten?
  • Was müssen wir grundlegend ändern, weil sich die Rahmenbedingungen so massiv verändert haben, dass ein `Weiter so´ keine Option mehr ist?