Wohnen

Mehr Bauen allein wird die Wohnungsnot nicht beenden und die staatliche Förderung zu erhöhen heizt den Markt nur weiter an.

Die Wohnungsnot lässt sich nicht beheben, ohne dass der Staat in den Wohnungsmarkt eingreift. Aufgrund verschiedener Faktoren funktioniert der Marktmechanismus hier nicht. Ein Großteil der Nachfrage nach Baugrundstücken basiert auf ausländischen Investoren, die eine sichere und möglichst steuerfreie Anlagemöglichkeit suchen. Der Gedanke der sozialen Marktwirtschaft ist in Deutschland unter die Räder gekommen. Eine Selbstregulierung ist deshalb nicht möglich.

Die Erhöhung des Wohngeldes löst das Problem nicht, sondern pumpt lediglich staatliche Mittel in ein System, das aktuell durch Profitstreben und Gier aus dem Ruder gelaufen ist. Jede Subvention, die ohne Auflagen und strenge Vorgaben ausgezahlt wird, erhöht nur die Preise und Unternehmensgewinne.

Politiker, die von Lobbyisten beeinflusst werden, täuschen die Bürger, indem sie auf die Erhöhung der staatlichen Ausgaben hinweisen und damit vorgaukeln, aktiv gegen die Probleme vorzugehen.

Die Eigenheimförderung schafft völlig falsche Anreize und führt zu neuen Ungerechtigkeiten, beispielsweise zur Umwandlung von preiswerten Mietwohnungen in teure Eigentumswohnungen. Dadurch entstehen keine neuen Wohnungen.

Was sich dringend ändern muß

  • Eigenheimförderung abschaffen
  • keine ausländischen Investoren auf dem Immobilienmarkt zulassen
  • Baugrundstücke dürfen nicht mehr zu Höchstpreisen verkauft werden, sondern mit Auflagen, die die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum vorschreiben. Wir brauchen keine zusätzlichen Luxuswohnungen.
  • Mehrgeschossiges Bauen muss zur Pflicht gemacht werden, um Bauland besser zu nutzen und die Kosten pro Wohnfläche zu senken.
  • Es sollten verpflichtende Vorgaben für die Schaffung von Wohngemeinschaften-tauglichem Wohnraum geben.
  • Eigentümer und Mieter dürfen ihre Wohnungen nur noch sechs Wochen im Jahr als Ferienwohnungen vermieten.
  • Spekulative Wohnungsleerstände müssen mit hohen Geldstrafen geahndet werden.
  • Baugrundstücke, die aus spekulativen Gründen nicht genutzt werden, müssen an die Gemeinden zurückgegeben werden.
  • Zweitwohnungen sehr hoch besteuern
  • Verbot der Umwandlung bestehender Mietwohnungen in Eigentumswohnungen
  • den Neubau von Clusterwohnungen fördern

Spezialthemen

Die Lüge von der Wohnungskrise, die sich angeblich nur durch mehr Bauen und Sozialleistungen beheben lässt

staatliche Eigenheimförderung war und ist ein Fehler

EIGENHEIMFÖRDERUNG schadet mehr als das sie nutzt

Die staatliche Eigenheimförderung sollte der Vermögensbildung breiter Schichten dienen. Letztlich war sie aber nur ein Instrument für Investmentbanker und andere, um die Preise in die Höhe zu treiben und Geld zu verdienen. Kaufen statt mieten lohnt sich nicht immer.

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Immobilien dürfen keine Spekulationsobjekte sein

WOHNUNGSMARKT strenger regulieren

In London stehen viele Wohnungen leer, obwohl die Wohnungsnot dort noch größer ist als in Deutschland. Grund dafür sind ausländische Investoren, die nur an einer sicheren Geldanlage interessiert sind. Eine Vermietung mindert den Wert und behindert den Wiederverkauf, also wird nicht vermietet.

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Wohnungen nach den Wünschen der Mieter bauen

WOHNUNGEN für Mieter

Investoren finanzieren bevorzugt sehr kleine Wohnungen. Sie binden weniger Kapital und lassen sich gut weiterverkaufen. Für Familien mit drei und mehr Kindern lassen sie fast nie Wohnungen bauen.

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Wir brauchen einen besseren Gebäudeschutz vor Extremwetter

Unsere Städte heizen sich immer stärker auf, weil es zu wenige Stadtbäume und naturbelassene Grünflächen gibt. Wir brauchen Wildwiesen als Versickerungsflächen statt Rasenflächen.

Nur wenige Häuser sind auf Extremwetter vorbereitet, insbesondere auf Überschwemmungen und extreme Hitze. Verschließbare Kellerfenster, die den Wassereintritt bei Starkregen verhindern können, gehören leider immer noch nicht zum Standard. Nur in jedem fünften Haus sind Rückstauklappen eingebaut, die verhindern, dass Abwasser über die Kanalisation ins Gebäude zurückfließen kann. An einigen Stellen wären Schutzmauern oder mobile Barrieren dringend erforderlich. Mit einfachen Maßnahmen könnten viele Schäden zukünftig vermieden werden.

1. Die staatliche Eigenheimförderung war ein Fehler

Die staatliche Wohneigentumsförderung hat den Steuerzahler in den letzten Jahrzehnten enorme Summen gekostet, ohne dass ihr Nutzen jemals wirklich in Frage gestellt worden wäre. Immer wenn der Staat Subventionen vergibt, profitieren zusätzlich bestimmte Berufsgruppen (Berater, …. ) davon, so dass selten die gesamte Förderung bei den Begünstigten ankommt.

Wenn der Staat bestimmte Bereiche subventioniert, besteht immer die Gefahr von Mitnahmeeffekten. Steuerliche Vergünstigungen kommen in der Regel immer nur einer kleinen Gruppe zugute und es stellt sich immer die Frage, ob nicht eine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung vorliegt. Alleinerziehende und Singles kommen beispielsweise nicht in den Genuss der staatlichen Förderung. Ist das gerecht?

Oft verpuffen staatliche Subventionen, weil der Markt sie wie selbstverständlich in die Preisbildung einbezieht. Vereinfacht ausgedrückt kann das so ablaufen, dass die Käufer eine finanzielle Schmerzgrenze haben, die nicht überschritten werden darf, weil sonst der Kauf unterbleibt. Gibt es für ein Gut entweder keine Schmerzgrenze, weil es sich z.B. um lebenswichtige Medikamente oder Lebensmittel handelt, oder ist die Präferenz so stark, dass auch Wucherpreise akzeptiert werden, z.B. beim Kauf von Konzertkarten auf dem Schwarzmarkt, dann würde eine zusätzliche Subventionierung keinen nennenswerten Effekt haben.

2. Es ist falsch, den Wohnungsmarkt wie jeden anderen Markt zu betrachten

Die Gesetze des Marktes lehren uns, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Damit ein Markt funktioniert, müssen sich jedoch genügend Anbieter und Nachfrager gegenüberstehen. Aufgrund des begrenzten Baulandes kann das Angebot nicht immer der Nachfrage entsprechen.

3. Wir bauen seit Jahren nicht die Wohnungen, die die Mieter wirklich wollen und brauchen.

Für Immobilieninvestoren sind kleine Wohnungen interessant. Sie binden nicht so viel Kapital und lassen sich leichter verkaufen. In größere Wohnungen ziehen vor allem kinderreiche Familien ein, die einen besonderen Schutz genießen. Soll die Wohnung später möglichst leer verkauft werden, sind Familien mit Kindern schwerer zu vertreiben als Singles.

Die Nachfrage nach Wohnraum ist durch illegale Zuwanderung, Landflucht, Ost-West-Wanderung und die Zunahme von Singlehaushalten gestiegen. Nicht alle Singles möchten tatsächlich allein wohnen. Wir brauchen wesentlich mehr Wohnungen, die für Wohngemeinschaften geeignet sind. Das bedeutet, dass neben einem großen Wohnzimmer und einer großen Küche alle anderen Zimmer etwa gleich groß sein und eine Mindestgröße von 18 Quadratmetern haben sollten.

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